Erfahrungswissen
"Es reicht nicht, wenn unsere Manager großartige Wirtschaftsfachleute oder auch tolle Techniker sind, wenn sie den Menschen, also ihren Kunden, längst aus dem Auge verloren haben."
Daniel Goedevert
In meinem Berufsleben durfte ich viele Erneuerer kennenlernen, die stets das Neueste, aber nie das Beste im Fokus hatten. Dieses Verhalten ist leider in der neuzeitlichen Struktur von Organisation und Karriere en vogue. Hier fehlt zunächst eine griffige Definition des Qualitätsbegriffes, da Qualität immer wieder zum Unwort degradiert wird. Denn der der die scheinbare Qualität definierte, war nicht in der gesamten Kette des Produkts, der Dienstleistung oder des Organisationsverlaufs integriert. Bereits der Römer Marcus Tullius Cicero wusste: "Omnia praeclara rara" (Alles Vortreffliche ist selten)
Ich möchte und kann hier keine philosophische Abhandlung über den Qualitätsbegriff verfassen, aber es ist m.E. notwendig, dass wir uns alle ein paar Gedanken darüber machen. Die einfachste Aussage zur Qualität ist: Sie ist gut, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt. Aber so einfach möchte ich es Ihnen dann doch nicht machen. Aus meiner Sicht gelangen wir zu einer vertretbaren Qualität, wenn wir vor unserem Handeln alles abwägen, was in der Distributionskette vom Hersteller bzw. Importeur über den Handel oder ggfs. andere Vertriebswege bis zum finalen Kunden in irgendeiner Form Einfluss auf den Geschäftserfolg hat.
Die Hersteller und Importeure müssen ihre internen Prozesse nach praktikablen und nicht theoretischen Erwägungen überprüfen, denn in den Zentralen lebt man häufig noch nach dem Prinzip: Jeder ist eine Insel.
Hier müssen dringend (mindestens Fayolsche-) Brücken zwischen allen Bereichen geschlagen werden, damit eine erweiterte Einheit mit extendierten Synapsen entsteht und so die Handlungsfähigkeit, Planungsqualität und die Reaktionszeit erheblich verbessert wird. In den Zentralen sitzen viele erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter, die auf Grund der vorhandenen Strukturen und Netzwerke nicht zum Zuge kommen. Wahrscheinlich sind dies die Mitarbeiter, die das Unternehmen weiterbringen würden.
Dank meines beruflichen Werdeganges, kann ich hier sowohl die Hersteller und Importeure als auch den Handel mit strukturierter Analyse der internen Organisation und der daraus resultierenden Prozessoptimierung begleiten. Weiterhin kann die Moderation von Veränderungen ebenso übernommen werden, wie die Mediation bei interpersonellen Spannungsfeldern.